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Gibt es etwas, das Sie schon immer über Sprache wissen wollten? Vielleicht haben wir die Antwort! Forscher vom Max Planck Institut für Psycholinguistik beantworten hier Fragen über Sprache von Menschen, die selber keine Sprachforscher sind. Falls Sie auch eine Frage über Sprache haben, schicken Sie sie uns hier! MPI Forscher schreiben regelmäβig Antworten auf die uns zugesendeten Fragen und machen diese über die hiesige webpage einsehbar. Besuchen Sie uns wieder, um durch zukünftige Fragen und Antworten mehr über Sprache zu lernen.

Zeig oder verberg AntwortAb welchem Alter sollten Kinder einfache Sätze sagen können?
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Kinder unterscheiden sich in ihren Lernstrategien und im Verlauf ihrer Entwicklung. Darum kann man das Alter, in dem gewisse Entwicklungsstufen erreicht werden (z.B. “mit einem Jahr sprechen Kinder die ersten Worte”), immer nur als allgemeinen Durchschnitt ansehen. Somit ist es völlig normal, wenn Kinder manche Stufen ein paar Monate eher oder später erreichen. Mit diesem Wissen können wir den allgemeinen Entwicklungsverlauf auf dem Weg zu den ersten einfachen Sätzen nachvollziehen.

Question and answer Q&A baby

Die ersten einfachen Sätze sprechen Kinder etwa im Alter von zweieinhalb bis drei Jahren. Das mag sich spät anhören, wenn man bedenkt, dass Kinder bereits mit 12 Monaten die ersten Worte sprechen. Doch bevor sie diese Worte zu Sätzen zusammensetzen können, müssen Kinder ein gewisses Grundwissen über die Grammatik ihrer Sprache erwerben. Oftmals denken wir an Substantive und Verben als die Grundbausteine für Sätze („Katze“ + „wollen“ + „Milch“ = „Die Katze will etwas Milch“). Doch bereits recht einfache Sätze erfordern es, andere Wörter („die“, „etwas“) und flektierte Formen („wollen“ → „will“) einzusetzen. Solche Funktionswörter und Flexionen zu lernen ist nicht einfach, denn im Gegensatz zu Inhaltswörtern wie „Katze“ und „Milch“ können Kinder die Bedeutungen von „die“ und „will“ nicht erfahren oder erleben. Was das Unterfangen noch verkompliziert ist der Umstand, dass die Wörter in die richtige Reihenfolge gebracht werden müssen und laut mit einer Satzmelodie und Betonung ausgesprochen werden müssen, die der angedachten Bedeutung entspricht (man vergleiche „Die KATZE will etwas Milch.“ mit „Die Katze will etwas MILCH.“). All das ist sehr schwierig für junge Kinder, selbst bei recht einfachen Sätzen.

Doch auch wenn Kinder unter zweieinhalb Jahren noch keine ganzen Sätze sagen, lernen sie schon Wörter auf andere Arten zu kombinieren. Beispielsweise beginnen viele Kinder bereits nach ihrem ersten Geburtstag Wörter mit Gesten, wie z.B. auf etwas zeigen und nicken zu verbinden. Die Kombination aus einem Wort und einer Geste, wie z.B. „Milch“ und nicken, sagt mehr als nur das Wort oder nur die Geste allein. Und einige Studien zeigen, dass diese frühen Kombinationen eine Verbindung zur weiteren Entwicklung von Zwei-Wort-Äußerungen ein paar Monate später aufweisen.

Ab etwa 18 Monaten beginnen Kinder Zwei-Wort-Äußerungen wie „Bär. Koffer.“ zu sagen, um satzähnliche Bedeutungen auszudrücken (wie z.B. „Der Bär ist im Koffer.“). Anfangs klingen diese zwei Wörter wie zwei einzelne Äußerungen ohne Verbindung. Aber mit viel Übung werden die Pausen zwischen den Wörtern kürzer und die Melodien der einzelnen Wörter beginnen sich zu verbinden.

Mit zwei Jahren, wenn Kinder vollends in der „Zweiwortphase“ angekommen sind, produzieren sie oft Abfolgen von zwei bis drei Wörtern, die wie normale Sätze klingen, nur dass die meisten Funktionswörter und Flexionen fehlen („Da Katze!“). In dieser Phase ihrer Entwicklung setzen manche Kinder solche Wörter sogar konstant in eine bestimmte Reihenfolge. Beispielsweise setzen manche Kinder sogenannte Schlüsselwörter (engl. pivot words) immer an erste Stelle („mehr Apfel“, „hier Apfel“), andere Kinder immer an zweite Stelle („Apfel mehr“, „Apfel hier“). Mit kürzer werdenden Pausen, konsistenter Reihenfolge der Wörter und einer wortübergreifenden Melodie haben die Äußerungen der Kinder mehr und mehr Eigenschaften von einer einzigen Planungseinheit: einem Satz.

Doch auch wenn Kinder mit zweieinhalb bis drei Jahren die ersten einfachen Sätze sagen, haben sie noch viel zu lernen. Ihr Wissen über die Kombinationsmöglichkeiten von Wörtern ist noch nicht vergleichbar mit dem von Erwachsenen. Stattdessen beschränken sie sich meist noch auf das, was sie am häufigsten hören. Die richtigen Flexionen zu verwenden kann noch lange schwierig bleiben, und es ist nicht ungewöhnlich, dass Kinder auch weiterhin Fehler machen, während sie noch lernen müssen, welche Flexionen regelmäßig (putzen, putze, putzt, putzte) und welche unregelmäßig sind (sein, bin, ist, war). In den nächsten zwei Jahren nach den ersten einfachen Sätzen machen Kinder große Fortschritte im Umfang ihres Wortschatzes und den Flexionen, die sie benutzen. Mit zunehmendem Alter werden ihre Sätze komplizierter, und mit vier bis fünf Jahren haben sie das meiste erlernt, was sie brauchen um flüssig mit anderen zu kommunizieren.

Wenn Sie mehr über Sprachentwicklung erfahren möchten, schauen Sie sich doch einmal die Webseite des Nimwegner Baby Research Centres an.

 

By: Marisa Casillas & Elma Hilbrink
Aus dem Englischen übersetzt von: Matthias Barthel & Sebastian Saupe

 

Literatur:

Clark, E. V. (2009). “Part II: Constructions and meanings”. In First language acquisition (pp. 149–278). Cambridge University Press.

Iverson, J. M., & Goldin-Meadow, S. (2005). Gesture paves the way for language development. Psychological science16(5), 367-371.

Zeig oder verberg AntwortWas haben das Erlernen einer natürlichen Sprache und das Erlernen einer Programmiersprache gemeinsam?
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Programmiersprachen werden in der Regel Jugendlichen oder Erwachsenen beigebracht - ähnlich wie Fremdsprachen. Diese Art des Lernens nennt man "explizites Lernen". Im Unterschied dazu haben wir alle unsere Muttersprache in frühester Kindheit implizit gelernt. Kindern braucht man nicht explizit beizubringen wie man Sprache benutzt, sie lernen durch Beobachtung und Übung. Eine Grundvoraussetzung, die diese Art von Lernen erst möglich macht ist die interaktive Natur von Sprache: Menschen stellen Fragen und beantworten diese, teilen mit, wenn sie etwas nicht verstehen und verhandeln bis sie es dann verstehen (Levinson 2014). Programmiersprachen andererseits sind passiv: Sie führen Anweisungen aus und spucken Fehlermeldungen aus, aber sie finden Code nicht interessant oder langweilig und stellen auch keine Fragen.

Computers. Source: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:US_Navy_101106-N-8863V-113_Girl_Scouts_compete_in_the_Mission_Ocean_Challenge_during_the_USS_California_Science_Experience_at_Naval_Surface_Warfare.jpg

Deshalb ist es manchmal schwierig in einer Programmiersprache zu denken, also Anweisungen umfassend und komplett eindeutig zu formulieren. Die gute Nachricht ist, dass viele moderne Programmiersprachen die selben Konzepte und Strukturen benutzen, weil sie alle auf den selben Prinzipien beruhen. Das bedeutet, dass es oft relativ einfach ist eine zweite Programmiersprache zu lernen, wenn man bereits eine andere gut beherrscht. Eine Fremdsprache zu lernen bedeutet da oft wesentlich mehr Aufwand. Eines ist jedoch klar: Es wird immer wichtiger beide Arten von Sprache zu beherrschen.

Weiterführende Literatur

The children who learned to use computers without teachers

Levinson, S. C. (2014). Pragmatics as the origin of recursion. In F. Lowenthal, & L. Lefebvre (Eds.), Language and recursion (pp. 3-13). Berlin: Springer. Link

 

By: Julia Udden, Harald Hammarström and Rick Janssen

Aus dem Englischen übersetzt von Tayo Takada & Sebastian Sauppe

Zeig oder verberg AntwortWie, in welcher Reihenfolge und warum entwickeln Menschen die verschiedenen Fähigkeiten, die für den Spracherwerb nötig sind?
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Kinder fangen in der Regel mit zwei oder drei Monaten an zu brabbeln – am Anfang produzieren sie dabei Vokale, später Konsonanten und mit sieben bis elf Monaten schließlich wort-ähnliche Geräusche. Kinder brabbeln, um zu erkunden wie ihr Sprach-Apparat funktioniert, wie sie verschiedene Töne produzieren können. Mit der Produktion von wort-ähnlichen Geräuschen kommt die Fähigkeit, Wörter von einem gegebenen Sprach-Input zu extrahieren. Dies sind wichtige Schritte aus dem Weg zu den ersten Wörtern eines Kindes. Diese produziert ein Kind in der Regel im Alter von 12 Monaten.

Simplen Ein-Wort-Äußerungen folgen Zwei-Wort-Äußerungen in der zweiten Hälfte des zweiten Lebensjahrs des Kindes, in welchen man bereits Grammatik erkennen kann. Kinder, die mit deutscher oder niederländischer (Subjekt-Objekt-Verb Satzstellung in Nebensätzen, welche eine beständigere Wortreihenfolge als Hauptsätze haben) oder englischer Sprache aufwachsen (Subjekt-Verb-Objekt Satzstellung), produzieren ihre Zwei-Wort-Sätze in Subjekt-Verb Reihenfolge, also zum Beispiel „Ich esse“, während arabisch- oder irisch-lernende Kinder (Sprachen mit einer Verb-Subjekt-Objekt Satzstellung) Sätze wie „Esse ich“ produzieren. Von da an ist ein rapider Anstieg im Vokabular des Kindes zu beobachten, während die produzierten Sätze des Kindes länger und komplexer werden. Man sagt, Grammatik hat sich im Alter von vier bis fünf Jahren vollständig entwickelt. Ab diesem Alter sind Kinder im Grunde linguistische Erwachsene. Das Alter, in dem Kinder diese Fähigkeiten entwickeln, kann von einem Kind zum anderen stark variieren und die Reihenfolge der Entwicklung hängt auch vom linguistischen Umfeld ab, in dem das Kind aufwächst. Aber im Alter von vier oder fünf Jahren haben alle gesunden Kinder Sprache erworben. Der Erwerb von Sprache korreliert mit verschiedenen Prozessen im Gehirn, wie der Formation von konnektiven Nervenbahnen, der Zunahme von metabolischer Aktivität in verschiedenen Gehirnregionen und der Markreifung (die Produktion von Myelinscheiden, die eine Schicht um das Axon eines Neurons bilden und essentiell für die korrekte Funktion des Nervensystems sind).

Von Mariella Paul und Antje Meyer

Aus dem Englischen übersetzt von Mariella Paul

Weitere Informationen:

Bates E, Thal D, Finlay BL, Clancy, B (1999) Early Language Development and its Neural Correlates, in I. Rapin & S. Segalowitz (Eds.), Handbook of Neuropsychology, Vol. 6, Child Neurology (2nd edition). Amsterdam: Elsevier. (link)

Zeig oder verberg AntwortGibt es eine schnelle Methode, um meinen englischen Wortschatz zu erweitern?
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Es ist nicht einfach, eine neue Sprache zu lernen, insbesondere weil man sich so viel Neues eingeprägen muss. Eine beste Methode, die auf jeden zutrifft, existiert wahrscheinlich nicht, aber mithilfe einiger Strategien kann Auswendiglernen effizienter gestaltet werden.

Um einen Wortschatz in einer neuen Sprache aufzubauen, wird häufig die konventionellste Art des Lernens gewählt: Ein Wort dieser neuen Sprache wird in die Muttersprache übersetzt und sich somit gemerkt. Das funktioniert sehr gut, wenn beide Sprachen einander ähneln, wie z.B. Niederländisch und Deutsch. Um allerdings Sprachen zu lernen, die sich vom Deutschen sehr unterscheiden (wie z.B. Chinesisch) ist diese Methode zu indirekt. Eine effizientere Art hierfür ist es, diesen Zwischenschritt wegzulassen: Das neue Wort wird nicht erst in die eigene Sprache übersetzt, sondern direkt mit den Objekten oder Aktionen, das es ausdrückt, verknüpft. Menschen, die fließend eine zweite Sprache sprechen, kommen häufig sogar in die Situation, in der sie Worte benutzen, die es in ihrer Muttersprache noch nicht einmal gibt. Das verdeutlicht, dass es manchmal überhaupt nicht möglich ist, Worte auf konventionelle Art und Weise zu lernen, sondern diese vielmehr aus dem Kontext der neuen Sprache erworben wurden.

6.07

Um frühzeitig auf den Zwischenschritt des Übersetzens verzichten zu können, ist es hilfreich, sich bildlich vorzustellen, in welchem Kontext ein Wort benutzt wird. Auf diese Weise koppeln wir das neue Wort an ein Bild und imitieren damit die Art, wie Kinder eine Sprache lernen. Ein weiterer Weg, um seinen Wortschatz schneller aufzubauen, ist es, Gruppen von Worten zu erstellen, die miteinander verwandt sind und diese dann zusammen zu üben. Zum Beispiel kann man auf dem Weg zur Arbeit, alles benennen, das mit Verkehr und Transport zu tun hat oder beim Abendessen alles, das auf dem Tisch steht. Der Trick besteht darin, der neuen Sprache direkt eine Bedeutung zu verleihen anstatt sie durch etwas Vertrautes wie der Muttersprache zu verstehen. Ist man beim Lernen fortgeschritten, kann man dann auf der Suche nach Wortbedeutungen ein Wörterbuch benutzen, das die Wörter nicht in die Muttersprache übersetzt, sondern in der neuen Sprache beschreibt (z.B. das Oxford Advanced Learner's Dictionary für das Englische).

Es gibt eine Methode, die im Englischen "Spaced Learning" genannt wird . Dabei wird neues Wissen (beim Sprachenlernen also neue Wörter) in einem ersten Block eingeführt, in einem zweiten Block wiederholt und schließlich in einem dritten Block überprüft. Zwischen den Blöcken, wird jeweils 10 Minuten Pause gemacht, wobei es wichtig ist, dass sich der Lernende komplett ablenkt und nichts tut, das mit dem gerade Erlerntem zu tun hat (z.B. kurze Fitnessübungen). Studien konnten zeigen, dass diese Kombination von Wiederholung und zeitlich festgelegten Pausen, zu langanhaltenden Verbindungen zwischen Neuronen im Gehirn führen kann und das Erlernte somit im Langzeitgedächtnis gespeichert wird. Diese Vorgänge geschehen innerhalb weniger Minuten und wurden bisher nicht nur beim Menschen beobachtet, sondern auch bei anderen Arten.

Natürlich ist es unvermeidlich, beim Lernen auch wieder etwas zu vergessen oder Fehler zu machen. Im Endeffekt gilt: Je häufiger wir die neuen Wörter verwenden, desto besser erinnern wir uns an sie.

Sylvia Chen & Katerina Kucera
Aus dem Englischen übersetzt von Katrin Bangel & Manu Schuetze

Weiterlesen?

Kelly P. & Whatson T. (2013). Making long-term memories in minutes: a spaced learning pattern from memory research in education. Frontiers of Human Neuroscience, 7, 589. (link)

Zeig oder verberg AntwortWas ist der Zusammenhang zwischen Bewegung und Sprache?
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Um sprechen zu können, müssen sehr schnelle Bewegungsabläufe geplant und ausgeführt werden. Hierfür sind viele verschiedene Muskelsysteme notwendig. Wenn wir sprechen, arbeiten sowohl unsere Muskeln von Zunge, Lippen und Kiefer als auch die des Kehlkopfes und des Atmungsapparates zusammen. Wie für jede andere Bewegung auch, sind Kontrolle von sinnlicher Wahrnehmung und Sprechbewegung (sensomotorische Kontrolle der Sprache) und Planung der Bewegung (motorische Planung)  zum Sprechen unerlässlich.

Ein Zusammenhang zwischen feinmotorischen Fähigkeiten und Sprachbegabung konnte bereits bei Kindern gezeigt werden. Daher empfehlen Sprachtherapeuten für Kinder mit verzögerter Sprachentwicklung auch Übungen, die die Sensomotorik beanspruchen. Dazu zählen z.B. Fingermalerei, Spiele in Wasser und Sand. Auch Übungen bei denen kleinere Dinge gehandhabt werden, wie das Malen mit Buntstiften  oder etwas zuknöpfen, sind geeignet. Hierdurch werden neue Verbindungen im Gehirn gebildet, die zur Ausübung und zur Kontrolle (feiner) Bewegungen notwendig sind. Deshalb sind Übungen mit den Händen wichtige Therapieelemente, wenn nach einem Schlaganfall oder einer Hirnschädigung Sprachprobleme durch beeinträchtigte Aussprache oder gestörte Bewegungskontrolle bestehen.

Hand8.05http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Jbulwer.jpg

Ein weiterer Zusammenhang zwischen Bewegung und Sprache findet sich im Bereich der sprachbegleitenden Gesten. Beim Sprechen benutzen wir sehr häufig Gesten. Diese sind wichtig, um zu verstehen, was unser Gegenüber eigentlich ausdrücken möchte. In Situationen, in denen das Hörverstehen eingeschränkt ist, werden Gesten sogar unentbehrlich, wie z.B. in einer lauten Umgebung oder wenn Menschen in unterschiedlichen Sprachen kommunizieren. Wir sind dabei sehr begabt, anhand von Handbewegungen und Körpersprache herauszufinden, was uns unser Gegenüber mitteilen möchte. Neueste Forschungsergebnisse zeigen sogar, dass bei der Interpretation von Gesten dieselben Hirnregionen wie beim Sprachverständnis beteiligt sind. Und schließlich lässt sich Sprache selbst komplett durch Körperbewegungen ersetzen, wie z.B. durch Hand-, Arm- oder Gesichtsbewegungen, was am Beispiel der Zeichensprache, die von Gehörlosen benutzt wird, deutlich wird.  

 Irina Simanova & David Peeters
aus dem Englischen übersetzt von Katrin Bangel & Manu Schuetze

Weiterlesen?

Gehirn lernt Sprache auch außerhalb des Sprachzentrums. Bewegungszentrum des Gehirns an Spracherwerb beteiligt (link)

Why a Long Island Speech Therapist Incorporates Movement and Sensory Activities into Speech Therapy Sessions (link)

McNeill, David (2012). How Language Began: Gesture and Speech in Human Evolution. New York, USA; United Kingdom: Cambridge University Press. (link)

Zimmer, R. (2012). Mit dem Körper die Sprache entdecken – Lustvolle Zugänge zu Sprache und Literacy. In Hunger, I., Zimmer, R. (Hrsg.), Frühe Kindheit in Bewegung. Entwicklungspotentiale nutzen. Schorndorf: Hofmann. (link)

Zeig oder verberg AntwortBenutzen Menschen, die mehrsprachig aufwachsen mehr Hirnregionen zur Verarbeitugn von Sprache? Und werden speziell fuer Sprachen mit unterschiedlicher Struktur vom Gehirn mehr Ressourcen genutzt?
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Menschen, die mit mehr als einer Sprache aufwachsen, werden zweisprachig oder bilingual genannt. Das Erlernen der verschiedenen Sprachen kann jedoch sehr unterschiedlich sein und geschieht nicht immer simultan. Unabhängig davon, ob beide Sprachen gleichzeitig oder nacheinander gelernt werden, ist es möglich dass man beide Sprachen gleich gut beherrscht. Für das Gehirn spielt es eine wesentlich größere Rolle, wie fließend man eine Sprache spricht als wie oder zu welchem Zeitpunkt die Sprache erlernt wurde. Vor kurzem konnte gezeigt werden, dass die gleichen Hirnregionen verwendet werden, wenn eine Person verschiedene Sprachen gleich gut spricht. Auch die Art der Aktivierungsmuster im Gehirn ist gleich wenn unterschiedliche Sprachen benutzt werden, vorausgesetzt beide Sprachen werden gleich gut beherrscht.

bilingual sign

 

Häufig jedoch sind Bilinguale unterschiedlich gut in beiden Sprachen. In neuro-kognitiven Experimenten wird getestet, wie sich die Hirnaktivität verändert, wenn eine bilinguale Person unterschiedliche Sprachen benutzt. Wenn die Sprachfertigkeit in beiden Sprachen verschieden ist, ist hierbei zu sehen, dass zwar typischerweise beide Sprachen die gleichen Regionen aktivieren. Das allgemeine Aktivierungslevel in der später erlernten Sprache ist in diesem Fall jedoch höher. Die Sprache, in der man weniger gut ist, kann außerdem noch weitere Areale in Anspruch nehmen, welche eigentlich nicht direkt an Sprachverarbeitung gekoppelt sind, sondern mit kognitiver Steuerung und Aufmerksamkeit zu tun haben. Das bedeutet: Je schwieriger ein Prozess ist, desto mehr Hirnresourcen werden zur Verarbeitung benötigt.

Oft wird uns die Frage gestellt, ob Sprachen mit unterschiedlicher Struktur auch unterschiedlich verarbeitet werden, wenn diese von derselben (bilingualen) Person gesprochen werden. Sprachen unterscheiden sich nämlich sehr stark darin, auszudrücken, wer was mit wem gemacht hat: Im Niederländischen und Englischen zum Beispiel, wird viel über die Wortstellung ausgedrückt. Andere Sprachen, wie Japanisch oder Koreanisch gebrauchen kurze Wörter ohne Bedeutung um diese Beziehungen auszudruecken (s. g. Kasuspartikel). Wenn beide Sprachen einer bilingualen Person zu unterschiedlichen Sprachfamilien gehören (wie z. B. Englisch und Japanisch), ist es durchaus denkbar, dass beide Sprachen unterschiedlich verarbeitet werden auch wenn der Sprecher beide Sprachen gleich gut beherrscht. Im Moment gibt es noch sehr wenige Studien zu diesem Thema. Eine Studie jedoch möchten wir hier gern vorstellen: In einem Experiment wurden Muttersprachler des Chinesichen sowie Muttersprachler der Koreanischen getestet, die sowohl Japanisch als auch Englisch als Zweitsprache sprechen. Es zeigte sich, dass Hirnaktivität während des Hörens von Zweitsprachen davon abhängt wie ähnlich die Grammatik der Zweitsprache der Grammatik der Muttersprache ist. Die Verarbeitung von Englisch als Zweitsprache zeigte bei den Koreanisch Sprechern eine höhere Aktivität im Sprachsystem im Vergleich zu den Chinesisch Sprechern. Das wird darauf zurückgeführt, dass Englisch und Koreanisch sich als Sprachen stärker unterscheiden als Englisch und Chinesisch. Andererseits sind bei der Verwendung von Japanisch als Zweitsprachen bei den Chinesisch Sprechern einige Hirnregionen aktiver, als bei den Koreanisch Sprechern. Wiederum wird angenommen, dass die Grammatik des Chinesischen sich stärker als Koreanisch vom Japanischen unterscheidet.

Die Hirnaktivität bei der Verarbeitung sprachlicher Information ist also nicht nur von der Sprachfertigkeit und dem Alter des Erlernens, sondern auch von den Unterschieden und Gemeinsamkeiten der Grammatik beider Sprachen abhängig. Scheinbar dauert eine Automatisierung des Sprachgebrauches im Gehirn manchmal länger, als aufgrund von Verhalten abzuschätzen ist; d.h. Menschen sprechen viel schneller eine Sprache fließend, als dass dies auch tatsächlich neuronal verankert ist. Das gilt besonders dann, wenn die Zweitsprache strukturell stark von der Muttersprache abweicht. Noch bleibt dies eine offene Frage, die es zu erforschen gilt. Das einzige, was wir sicher sagen können ist, dass egal welche Sprache gesprochen wird, die gleichen Gehirnregionen beansprucht werden.

Annika Hulten & Diana Dimitrova
Aus dem Englischen übersetzt von Franziska Hartung und Katrin Bangel

Weiterlesen?

Abutalebi, J. (2008). Neural aspects of second language representation and language control. Acta Psychologica,128, 466-478.

Kotz, S. A. (2009). A critical review of ERP and fMRI evidence on L2 syntactic processing. Brain Language, 109, 68-74.

Jeong, H., Sugiura, M., Sassa, Y., Yokoyama, S., Horie, K., Sato, S., & Kawashima, R. (2007). Cross-linguistic influence on brain activation during second language processing: An fMRI study. Bilingualism Language and Cognition10(2), 175.

Zeig oder verberg AntwortIn welchem Alter sollte ein Kind eine zweite Sprache erlernen?
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Die Art und Weise, wie Kinder und Erwachsene Sprachen lernen, unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht. Zunächst ist das Gehirn bei Kindern noch in der Entwicklung, während es bei Erwachsenen bereits vollständig entwickelt ist. Daher ist das Gehirn von Kindern flexibler und das Sprachsystem im Gehirn kann sich besser sowohl auf die Muttersprache als auch auf eine fremde Sprache einstellen. Aus diesem Grund können Kinder oftmals eine zweite Sprache lernen, ohne dass sie dabei einen Akzent in ihrer Aussprache entwickeln. Außerdem können sie feine phonologische Unterschiede in der zweiten Sprache besser unterscheiden.  Auf der anderen Seite ist das Gehirn von Erwachsenen bereits weiter entwickelt und sie sind in der Lage, viele ihrer Erfahrungen beim Lernen der Sprache zu benutzen. Sie können schneller und besser über Vergleiche und anhand von abstrakten Regeln und ihrer Anwendung  lernen. Abgesehen von den Unterschieden in ihren Gehirnen unterscheiden sich Kinder und Erwachsene auch darin, in welchem Umfeld sie die Sprache lernen. Erwachsene und Jugendliche lernen eine neue Sprache im schulischen Umfeld, während Kinder im täglichen Umfeld eher in eine neue Sprache “eintauchen” (auch Sprachimmersion genannt).

6.12

Bei der Frage, wann es am besten ist, eine zweite Sprache zu lernen, muss man auch unterscheiden, was genau erlernt oder verbessert werden soll. Als Faustregel gilt, dass eine Sprache, die vor dem 6.-9. Lebensjahr erlernt wird, zu keinem hörbaren Akzent führt und die Sprache sehr selbstbewusst verwendet wird. Dafür muss die zweite Sprache aber auch für eine beträchtliche Zeit gehört und gebraucht werden. Wird eine Sprache später erlernt, ist vielleicht ein leichter Akzent zu hören, aber dennoch lässt sich ein sehr hohes Niveau erreichen, das durchaus dem eines Muttersprachlers ähneln kann. Erwachsene verbringen allerdings auch verhältnismäßig weniger Zeit damit, eine zweite Sprache zu lernen. Und selbst wenn sie wie Kinder eine zweite Sprache durch ihr Umfeld aufsaugen und dementsprechend mehr Zeit mit dem Lernen verbringen, wird bei ihnen immer ein leichter Akzent zu hören sein, auch wenn sie ansonsten ein sehr gutes Lernniveau erreichen. Anders als bei der Aussprache, sind Kinder und Erwachsene beim Vokabeln lernen allerdings ähnlich gut.

Insbesondere bei älteren Menschen ist die Motivation ausschlaggebend für den Lernerfolg beim Erlernen einer Sprache. Auch noch nach dem 60. Lebensjahr können sehr gute Erfolge erzielt werden. Außerdem kann das Erlernen einer Fremdsprache auch gegen Gedächtnisverlust, wie z.B. Alzheimer vorbeugen. Der Mensch ist von Natur aus neugierig und kann in jedem Alter ermutigt werden, neue Sprachen zu erlernen und damit neue Kulturen kennenzulernen.

 Annika Hulten & Diana Dimitrova
Aus dem Englischen übersetzt von Manu Schütze & Katrin Bangel

Weiterführende Literatur:

Kremer, M. (2009). Wie kommt der Mensch zur Sprache - Über Spracherwerbsprozesse. München: GRIN. (link)

Kuhl, P. K. (2010). Brain mechanisms in early language acquisition. Neuron, 67, 713-727. (link)

Oksaar, E. (2003). Zweitspracherwerb: Wege zur Mehrsprachigkeit und zur interkulturellen Verständigung. Stuttgart: Kohlhammer. (Buchbesprechung)

Rodríguez-Fornells, A., T. Cunillera, A. Mestres-Missé & R. de Diego-Balaguer (2009). Neurophysiological mechanisms involved in language learning in adults. Philosophical Transactions of the Royal Society of London. Series B, Biological Sciences, 364, 3711-3735. (link)

Zeig oder verberg AntwortStimmt es, dass Menschen, die gut in Musik sind auch schneller eine Sprache erlernen?
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Ja, es gibt tatsächlich entsprechende Forschungsergebnisse, die dies bestätigen. Allerdings macht man bei dieser Frage einen Unterschied zwischen Kindern, die ihre Muttersprache lernen und Menschen, die eine fremde Sprachen lernen. 

Welche Vorteile haben Kinder, die Musikunterricht nehmen? Mit 10 Jahren zeigen Kinder die regelmäßig musizieren Hirnaktivität, die mehr dem Erwachsenenniveau entspricht, wenn sie Grammatikregeln verarbeiten. Im Alter von 6 bis 9 Jahren lesen sie besser. Mit 4 Jahren behalten sie Worte leichter und können besser grammatische Regeln benutzten, um neue Worte zu bilden. Darüber hinaus benutzen Kinder im Alter von nur einem Jahr, wenn sie frühe aktive Musikerfahrung haben, häufiger Gesten zur Kommunikation. Für Kinder, die ihre Muttersprache lernen, scheint die Antwort also 'Ja' zu sein: Musikunterricht verbessert tatsächlich den Sprachgebrauch und erleichtert das Erlernen der Erstsprache.

Music

Beim Lernen einer Fremdsprache beschränken sich die Vorteile, die sich durch aktiven Musikunterricht erreichen lassen, anscheinend nur auf das Hören und Produzieren ganz grundlegender Laute dieser Sprache. In Studien zeigten Kinder und Erwachsene, die ein musikalisches Talent besitzen, bessere Ergebnisse darin, Laute aus einer anderen Sprache, (wie z.B. chinesische Töne), wahrzunehmen und zu produzieren - auch wenn sie keinen Musikunterricht hatten. Menschen mit musikalischer Erziehung können wiederum fremde Sprachlaute besser unterscheiden und lernen. Noch dazu sind sie besser darin, Fehler in der Aussprache einer anderen Sprach zu erkennen. Es gibt Hinweise darauf, dass im Gehirn von Musikern Sprachlaute effizienter verarbeitet werden. Zudem haben Hirnareale, die für die Verarbeitung von Tönen wichtig sind, bei Musikern eine andere Struktur, als bei Menschen ohne jegliche musikalische Ausbildung/Erfahrung. Im Allgemeinen gilt, dass Menschen, die gut in Musik sind, fremde Sprachlaute besser wahrnehmen und produzieren können.  

Liegt die Ursache für diese Ergebnisse eventuell einfach darin, dass intelligente Kinder über einen längeren Zeitraum Musikunterricht nehmen, während weniger intelligente Kinder diesen häufig abbrechen? So einfach ist es nicht: Studien, in denen Kinder wahlweise Musik oder Zeichenunterricht erhielten, zeigten ebenfalls bessere sprachliche Fähigkeiten nach dem Musikunterricht. Allerdings ist hier Vorsicht geboten. Es ist noch nicht ganz klar, welche Eigenschaften von Musik zu einem besseren Sprachgebrauch führen. Vielleicht liegt der Vorteil darin, dass Kinder im Musikunterricht lernen, sich lange zu konzentrieren? Oder könnte es sein, dass sie sich an komplexe, strukturierte Lautmuster gewöhnen, wenn sie Musik hören? Ja, Musikunterricht verbessert Musikfähigkeiten und zum Teil auch Sprachfähigkeiten. Es ist jedoch nicht ganz klar, warum das so ist.

 Richard Kunert, Salomi Asaridou & Tineke Snijders
Aus dem Englischen übersetzt von Manu Schütze & Katrin Bangel

Weiterführende Literatur:

Asaridou, S. S., & McQueen, J. M. (2013). Speech and music shape the listening brain: Evidence for shared domain-general mechanisms. Frontiers in Psychology, 4, 321. (link)

Kraus, N., & Chandrasekaran, B. (2010). Music training for the development of auditory skills. Nature reviews. Neuroscience, 11, 599–605. (link)

Patel, A. D. (in press). Can nonlinguistic musical training change the way the brain processes speech? The expanded opera hypothesis. Hearing Research. http://dx.doi.org/10.1016/j.heares.2013.08.011 (link)

Zeig oder verberg AntwortGibt es Gene, die Menschen zu besseren Sprechern oder Lernern machen?
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Kinder haben die einzigartige (und im Grunde sehr mysteriöse) Begabung, eine Sprache erlernen zu können, ohne gezielt darin unterrichtet worden zu sein. Nach nur wenigen Jahren hat ein "normal" entwickeltes  Kind einen riesigen Wortschatz aufgebaut und kann mit Hilfe von grammatischen Regeln, Worte zu unendlich vielen Äußerungen verbinden. Es ist in der Lage,  diese Äußerungen durch schnelle und präzise Koordination der Sprachmuskulatur auszudrücken und ist ebenso geschickt darin, die Äußerungen von anderen zu entschlüsseln. Seit langem wird vermutet, dass der Schlüssel für diese mysteriöse Begabung irgendwo in unseren Genen liegt. Unser Erbgut enthält jedoch keine Informationen (Worte oder Regeln) über eine bestimmte Sprache an sich. Vielmehr müssen wir jeder Sprache erst einmal ausgesetzt sein, um sie zu lernen. Ein Kind, das von deutschsprachigen Menschen umgeben aufwächst, wird fließend Deutsch sprechen. Wächst dasselbe Kind in einem japanischen Umfeld auf, wird es fließend japanisch sprechen. Unsere Gene helfen uns dabei, bestimmte Verbindungen im Gehirn auszubilden, die wichtig sind, um Sprache aus unserer Umgebung herauszufiltern.

2.15Genes

Jahrelang konnte über den Einfluss, den Gene auf unsere Sprache haben, nur spekuliert werden. Mit Hilfe neuer molekularer Verfahren konnten Wissenschaftler nun damit beginnen, einzelne Gene, die für Sprache wichtig sein könnten, zu identifizieren und zu untersuchen. Bisher hat sich ein Großteil der Forschung auf Gene konzentriert, die für Sprachprobleme verantwortlich sein könnten, die keine andere Ursachen haben (wie z.B. Taubheit oder geistige Behinderung). Selbstverständlich spielt hier nicht nur ein einzelnes Gen eine Rolle, sondern eine Vielzahl an Genen die sich gegenseitig beeinflussen. Einige Gene haben einen größeren Einfluss als andere. Sehr wichtig ist das FOXP2 Gen. Es ist das erste Gen, das mit der Vererbung von Sprachstörungen in Verbindung gebracht wurde. Liegt bei einem Kind eine störende Mutation dieses Gens vor, fällt es ihm schwerer zu lernen, wie Sprachlaute miteinander verbunden werden. Diese Schwierigkeiten wird es das ganze Leben über begleiten. Im Vergleich zu diesen seltenen, schwerwiegenden Mutationen von FOXP2 gibt es genetische Veränderungen,  die häufiger auftreten und schwächere Auswirkungen haben, z.B. in CNTNAP2, ATP2C2 oder CMIP. Liegt eine Mutation an diesen Genen vor, besteht ein höheres Risiko für geringe aber wesentliche Sprachprobleme.

Während recht viel darüber bekannt ist, welche genetischen Veränderungen zu Sprachproblemen führen können, ist bisher noch wenig darüber bekannt, inwiefern Gene einen Einfluss darauf haben, ob jemand besonders gut eine Sprache erlernen kann. Einige der Gene, die eine Rolle bei Sprachproblemen spielen, wie z.B. CNTNAP2, haben wahrscheinlich auch einen Einfluss auf die Entwicklung und Beherrschung der Sprache von Menschen, die keine Störungen haben. Allerdings sind weitere Studien notwendig, um die Gene zu enthüllen, die einigen Menschen einen Vorteil beim Sprachenerwerb zu verschaffen scheinen. Ein weiterer spannender Schritt wird es sein, neuste genetische Methoden zu verwenden, um die andere Seite des Spektrums zu betrachten: Menschen mit besonderen Fähigkeiten, Sprachen zu lernen.

Katerina Kucera & Simon Fisher
Aus dem Englischen übersetzt von Katrin Bangel & Manu Schuetze

Weiterführende Literatur:

The Language Fossils Buried in Every Cell of Your Body (link)

Graham S.A., Fisher, S.E. (2013). Decoding the genetics of speech and language. Current Opinion in Neurobiology, 23, 43-51. (link)

Rosenfeld, J. & Schönweiler R. (2011). Genetik der Sprache. Sprache Stimme Gehör, 35, 71.

About MPI

This is the MPI

The Max Planck Institute for Psycholinguistics is an institute of the German Max Planck Society. Our mission is to undertake basic research into the psychological,social and biological foundations of language. The goal is to understand how our minds and brains process language, how language interacts with other aspects of mind, and how we can learn languages of quite different types.

The institute is situated on the campus of the Radboud University. We participate in the Donders Institute for Brain, Cognition and Behaviour, and have particularly close ties to that institute's Centre for Cognitive Neuroimaging. We also participate in the Centre for Language Studies. A joint graduate school, the IMPRS in Language Sciences, links the Donders Institute, the CLS and the MPI.

 

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Dieses Projekt wurde von Katrien Segaert, Katerina Kucera und Judith Holler ins Leben gerufen.

Im Moment wird dieses Projekt koordiniert von:
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Agnieszka Konopka
Gwilym Lockwood
Connie de Vos

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Mark Dingemanse