Wolfgang Klein

Publications

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  • Klein, W. (2018). Looking at language. Berlin: De Gruyter.

    Abstract

    The volume presents an essential selection collected from the essays of Wolfgang Klein. In addition to journal and book articles, many of them published by Mouton, this book features new and unpublished texts by the author. It focuses, among other topics, on information structure, the expression of grammatical categories and the structure of learner varieties.
  • Klein, W. (2017). Statt einer Einleitung: Brigitte Schlieben-Lange zum Gedenken. Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik, 30(4), 5-10. doi:10.1007/BF03379240.
  • Klein, W. (2015). Lexicology and lexicography. In J. D. Wright (Ed.), International Encyclopedia of the Social & Behavioral Sciences (2nd ed.) Vol. 13 (pp. 938-942). Amsterdam: Elsevier. doi:10.1016/B978-0-08-097086-8.53059-1.
  • Klein, W. (2015). Das Wörterbuch der Zukunft ist kein Wörterbuch. In L. Eichinger (Ed.), Sprachwissenschaft im Fokus (pp. 277-295). Berlin: De Gruyter.

    Abstract

    Unter allen Disziplinen, die sich mit der Erforschung der Sprache befassen, ist die Lexikografie die älteste und die für die Allgemeinheit wichtigste. Die ältesten, noch sehr einfachen Wörterbücher finden sich auf 4000 Jahre alten Tontafeln, und wenn sich heute in einem Haushalt überhaupt ein Buch findet, dann ist es wahrscheinlich ein Wörterbuch. In den letzten zwanzig Jahren ist die kommerzielle wie die von öffentlich finanzierten Forschungsstätten betriebene Lexikografie jedoch in einer ernsthafte Krise geraten. Die großen Wörterbuchverlage haben die Arbeit an umfassenden Wörterbüchern weitestgehend eingestellt, weil sie kaum noch gekauft werden; die Akademien geraten mit ihren Langzeitvorhaben in massive Zeit- und Finanzprobleme. Wenn wir nicht auf die umfassende Beschreibung des deutschen Wortschatzes in all einer Vielfalt und seiner geschichtlichen Entwicklung verzichten wollen, müssen ganz neue Wege gegangen werden: Wörterbücher im traditionellen Sinne müssen durch digitale lexikalische Systeme ersetzt werden, die das vorhandene lexikalische Wissen integrieren, es schrittweise systematisch ausbauen, eigene Recherchen in verlässlichen Corpora ermöglichen und von jedermann frei über das Internet nutzbar sind.
  • Klein, W. (2015). Von den Werken der Sprache. Stuttgart: Verlag J.B. Metzler.
  • Klein, W. (2014). Is aspect time-relational? Commentary on the paper by Jürgen Bohnemeyer. Natural Language & Linguistic Theory, 32(3), 955-971. doi:10.1007/s11049-014-9240-1.

    Abstract

    Tense is traditionally assumed to express temporal relations between the time of the event and the moment of speech, whereas aspect expresses various views on one and the same event. In Klein (1994), it was argued that the intuitions which underlie this viewing metaphor can be made precise by a time-relational analysis as well. In his article “Aspect vs. relative tense: the case reopened”, Jürgen Bohnemeyer challenges one important point of this analysis, the equation of aspect and relative tense in the English perfect and in temporal forms of few other languages. In the present comment, it is argued that this is indeed a simplification, which does not speak, however, against a time-relational analysis of aspect in general. The main lines of such an analysis for the English perfect are sketched. It is shown that it naturally accounts for differences between the simple past and the present perfect, as well as for the oddity of constructions such as Einstein has visited Princeton or Ira has left yesterday at five.
  • Klein, W. (2013). Basic variety. In P. Robinson (Ed.), The Routledge encyclopedia of second language acquisition (pp. 64-65). New York: Routledge.
  • Klein, W. (2013). L'effettivo declino e la crescita potenziale della lessicografia tedesca. In N. Maraschio, D. De Martiono, & G. Stanchina (Eds.), L'italiano dei vocabolari: Atti di La piazza delle lingue 2012 (pp. 11-20). Firenze: Accademia della Crusca.
  • Klein, W. (2013). European Science Foundation (ESF) Project. In P. Robinson (Ed.), The Routledge encyclopedia of second language acquisition (pp. 220-221). New York: Routledge.
  • Klein, W. (2013). Von Reichtum und Armut des deutschen Wortschatzes. In Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung, & Union der deutschen Akademien der Wissenschaften (Eds.), Reichtum und Armut der deutschen Sprache (pp. 15-55). Boston: de Gruyter.
  • Franceschini, R. (2012). Wolfgang Klein und die LiLi [Laudatio]. Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik, 42(168), 5-7.
  • Habscheid, S., & Klein, W. (Eds.). (2012). Dinge und Maschinen in der Kommunikation [Special Issue]. Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik, 42(168).

    Abstract

    “The most profound technologies are those that disappear. They weave themselves into the fabric of everyday life until they are indistinguishable from it.” (Weiser 1991, S. 94). – Die Behauptung stammt aus einem vielzitierten Text von Mark Weiser, ehemals Chief Technology Officer am berühmten Xerox Palo Alto Research Center (PARC), wo nicht nur einige bedeutende computertechnische Innovationen ihren Ursprung hatten, sondern auch grundlegende anthropologische Einsichten zum Umgang mit technischen Artefakten gewonnen wurden.1 In einem populärwissenschaftlichen Artikel mit dem Titel „The Computer for the 21st Century” entwarf Weiser 1991 die Vision einer Zukunft, in der wir nicht mehr mit einem einzelnen PC an unserem Arbeitsplatz umgehen – vielmehr seien wir in jedem Raum umgeben von hunderten elektronischer Vorrichtungen, die untrennbar in Alltagsgegenstände eingebettet und daher in unserer materiellen Umwelt gleichsam „verschwunden“ sind. Dabei ging es Weiser nicht allein um das ubiquitäre Phänomen, das in der Medientheorie als „Transparenz der Medien“ bekannt ist2 oder in allgemeineren Theorien der Alltagserfahrung als eine selbstverständliche Verwobenheit des Menschen mit den Dingen, die uns in ihrem Sinn vertraut und praktisch „zuhanden“ sind.3 Darüber hinaus zielte Weisers Vision darauf, unsere bereits existierende Umwelt durch computerlesbare Daten zu erweitern und in die Operationen eines solchen allgegenwärtigen Netzwerks alltägliche Praktiken gleichsam lückenlos zu integrieren: In der Welt, die Weiser entwirft, öffnen sich Türen für denjenigen, der ein bestimmtes elektronisches Abzeichen trägt, begrüßen Räume Personen, die sie betreten, mit Namen, passen sich Computerterminals an die Präferenzen individueller Nutzer an usw. (Weiser 1991, S. 99).
  • Habscheid, S., & Klein, W. (2012). Einleitung: Dinge und Maschinen in der Kommunikation. Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik, 42(168), 8-12. Retrieved from http://www.uni-siegen.de/lili/ausgaben/2012/lili168.html?lang=de#einleitung.

    Abstract

    “The most profound technologies are those that disappear. They weave themselves into the fabric of everyday life until they are indistinguishable from it.” (Weiser 1991, S. 94). – Die Behauptung stammt aus einem vielzitierten Text von Mark Weiser, ehemals Chief Technology Officer am berühmten Xerox Palo Alto Research Center (PARC), wo nicht nur einige bedeutende computertechnische Innovationen ihren Ursprung hatten, sondern auch grundlegende anthropologische Einsichten zum Umgang mit technischen Artefakten gewonnen wurden.1 In einem populärwissenschaftlichen Artikel mit dem Titel „The Computer for the 21st Century” entwarf Weiser 1991 die Vision einer Zukunft, in der wir nicht mehr mit einem einzelnen PC an unserem Arbeitsplatz umgehen – vielmehr seien wir in jedem Raum umgeben von hunderten elektronischer Vorrichtungen, die untrennbar in Alltagsgegenstände eingebettet und daher in unserer materiellen Umwelt gleichsam „verschwunden“ sind. Dabei ging es Weiser nicht allein um das ubiquitäre Phänomen, das in der Medientheorie als „Transparenz der Medien“ bekannt ist2 oder in allgemeineren Theorien der Alltagserfahrung als eine selbstverständliche Verwobenheit des Menschen mit den Dingen, die uns in ihrem Sinn vertraut und praktisch „zuhanden“ sind.3 Darüber hinaus zielte Weisers Vision darauf, unsere bereits existierende Umwelt durch computerlesbare Daten zu erweitern und in die Operationen eines solchen allgegenwärtigen Netzwerks alltägliche Praktiken gleichsam lückenlos zu integrieren: In der Welt, die Weiser entwirft, öffnen sich Türen für denjenigen, der ein bestimmtes elektronisches Abzeichen trägt, begrüßen Räume Personen, die sie betreten, mit Namen, passen sich Computerterminals an die Präferenzen individueller Nutzer an usw. (Weiser 1991, S. 99).
  • Klein, W. (2012). A way to look at second language acquisition. In M. Watorek, S. Benazzo, & M. Hickmann (Eds.), Comparative perspectives on language acquisition: A tribute to Clive Perdue (pp. 23-36). Bristol: Multilingual Matters.
  • Klein, W. (2012). Auf dem Markt der Wissenschaften oder: Weniger wäre mehr. In K. Sonntag (Ed.), Heidelberger Profile. Herausragende Persönlichkeiten berichten über ihre Begegnung mit Heidelberg. (pp. 61-84). Heidelberg: Universitätsverlag Winter.
  • Klein, W. (2012). Alle zwei Wochen verschwindet eine Sprache. In G. Stock (Ed.), Die Akademie am Gendarmenmarkt 2012/13, Jahresmagazin 2012/13 (pp. 8-13). Berlin: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften.
  • Klein, W. (2012). Grußworte. In C. Markschies, & E. Osterkamp (Eds.), Vademekum der Inspirationsmittel (pp. 63-65). Göttingen: Wallstein.
  • Klein, W. (2012). Die Sprache der Denker. In J. Voss, & M. Stolleis (Eds.), Fachsprachen und Normalsprache (pp. 49-60). Göttingen: Wallstein.
  • Klein, W. (2012). The information structure of French. In M. Krifka, & R. Musan (Eds.), The expression of information structure (pp. 95-126). Berlin: de Gruyter.
  • Klein, W., & Meibauer, J. (2011). Einleitung. LiLi, Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik, 41(162), 5-8.

    Abstract

    Nannten die Erwachsenen irgend einen Gegenstand und wandten sie sich dabei ihm zu, so nahm ich das wahr und ich begriff, daß der Gegenstand durch die Laute, die sie aussprachen, bezeichnet wurde, da sie auf ihn hinweisen wollten. Dies aber entnahm ich aus ihren Gebärden, der natürlichen Sprache aller Völker, der Sprache, die durch Mienen- und Augenspiel, durch die Bewegungen der Glieder und den Klang der Stimme die Empfindungen der Seele anzeigt, wenn diese irgend etwas begehrt, oder festhält, oder zurückweist, oder flieht. So lernte ich nach und nach verstehen, welche Dinge die Wörter bezeichneten, die ich wieder und wieder, an ihren bestimmten Stellen in verschiedenen Sätzen, aussprechen hörte. Und ich brachte, als nun mein Mund sich an diese Zeichen gewöhnt hatte, durch sie meine Wünsche zum Ausdruck. (Augustinus, Confessiones I, 8) Dies ist das Zitat eines Zitats: Zu Beginn der Philosophischen Untersuchungen führt Ludwig Wittgenstein diese Stelle aus Augustinus’ Bekenntnissen an, in denen dieser beschreibt, wie er seiner Erinnerung nach seine Muttersprache gelernt hat (Wittgenstein führt den lateinischen Text an und gibt dann seine Übersetzung, hier ist nur letztere zitiert). Sie bilden den Ausgangspunkt für Wittgensteins berühmte Überlegungen über die Funktionsweise der menschlichen Sprache und für seine Idee des Sprachspiels. Nun weiß man nicht, wie genau sich Augustinus wirklich erinnert und ob er sich all dies, wie so viel, was seither über den Spracherwerb gesagt und geschrieben wurde, bloß zurechtgelegt hat, in der Meinung, so müsse es sein. Aber anders als so vieles, was seither über den Spracherwerb gesagt und geschrieben wurde, ist es wunderbar formuliert und enthält zwei Momente, die in der wissenschaftlichen Forschung bis heute, wenn denn nicht bestritten, so doch oft nicht gesehen und dort, wo sie denn gesehen, nicht wirklich ernstgenommen wurden: A. Wir lernen die Sprache in der alltäglichen Kommunikation mit der sozialen Umgebung. B. Um eine Sprache zu lernen, genügt es nicht, diese Sprache zu hören; vielmehr benötigen wir eine Fülle an begleitender Information, wie hier Gestik und Mimik der Erwachsenen. Beides möchte man eigentlich für selbstverständlich halten. Herodot erzählt die berühmte Geschichte des Pharaos Psammetich, der wissen wollte, was die erste und eigentliche Sprache der Menschen sei, und befahl, zwei Neugeborene aufwachsen zu lassen, ohne dass jemand zu ihnen spricht; das erste Wort, das sie äußern, klang, so erzählt Herodot, wie das phrygische Wort für Brot, und so nahm man denn an, die Ursprache des Menschen sei das Phrygische. In dieser Vorstellung vom Spracherwerb spielt der Input aus der sozialen Umgebung nur insofern eine Rolle, als die eigentliche, von Geburt an vorhandene Sprache durch eine andere verdrängt werden kann: Kinder, die in einer englischsprachigen Umgebung aufwachsen, sprechen nicht die Ursprache. Diese Theorie gilt heute als obsolet. Sie ist aber in ihrer Einschätzung vom relativen Gewicht dessen, was an sprachlichem Wissen von Anfang an vorhanden ist, und dem, was der sozialen Umgebung entnommen werden muss, manchen neueren Theorien des Spracherwerbs nicht ganz fern: In der Chomsky’schen Idee der Universalgrammatik, theoretische Grundlage eines wesentlichen Teils der modernen Spracherwerbsforschung, ist „die Sprache” hauptsächlich etwas Angeborenes, insoweit gleich für alle Menschen und vom jeweiligen Input unabhängig. Das, was das Kind oder, beim Zweitspracherwerb, der erwachsene Lerner an Sprachlichem aus seiner Umgebung erfährt, wird nicht genutzt, um daraus bestimmte Regelhaftigkeiten abzuleiten und sich diese anzueignen; der Input fungiert eher als eine Art externer Auslöser für latent bereits vorhandenes Wissen. Für das Erlernen des Wortschatzes gilt dies sicher nicht. Es kann nicht angeboren sein, dass der Mond luna heißt. Für andere Bereiche der Sprache ist das Ausmaß des Angeborenen aber durchaus umstritten. Bei dieser Denkweise gilt das unter A Gesagte nicht. Die meisten modernen Spracherwerbsforscher schreiben dem Input ein wesentlich höheres Gewicht zu: Wir kopieren die charakteristischen Eigenschaften eines bestimmten sprachlichen Systems, indem wir den Input analysieren, um so die ihm zugrundeliegenden Regularitäten abzuleiten. Der Input tritt uns in Form von Schallfolgen (oder Gesten und später geschriebenen Zeichen) entgegen, die von anderen, die das System beherrschen, zu kommunikativen Zwecken verwendet werden. Diese Schallfolgen müssen die Lernenden in kleinere Einheiten zerlegen, diese mit Bedeutungen versehen und nach den Regularitäten abklopfen, denen gemäß sie sich zu komplexeren Ausdrücken verbinden lassen. Dies – und vieles andere – ist es, was das dem Menschen angeborene Sprachvermögen leistet, keine andere Spezies kann es (einem Pferd kann man so viel Chinesisch vorspielen, wie man will, es wird es nicht lernen). Aber auch wir könnten es nicht, wenn wir nur den Schall hätten. Wenn man, in einer Abwandlung des Psammetich’schen Versuchs, jemanden in ein Zimmer einsperren und tagaus tagein mit Chinesisch beschallen und im Übrigen gut versorgen würde, so würde er es, gleich ob als Kind oder als Erwachsener, nicht lernen. Vielleicht würde er einige strukturelle Eigenschaften des Schallstroms ausfindig machen; aber er würde auch nach Jahren kein Chinesisch können. Man benötigt den Schallstrom als sinnlich fassbaren Ausdruck der zugrundeliegenden Sprache, und man benötigt all die Informationen, die man der jeweiligen Redesituation oder aber seinem bereits vorhandenen anderweitigen Wissen entnehmen kann. Augustinus hat beides radikal vereinfacht; aber im Prinzip hat er Recht, und man sollte daher von der Spracherwerbsforschung erwarten, dass sie dies in Rechnung stellt. Das tut sie aber selten. Soweit sie überhaupt aus dem Gehäuse der Theorie tritt und sich den tatsächlichen Verlauf des Spracherwerbs anschaut, konzentriert sie sich weithin auf das, was die Kinder selbst sagen – dazu dienen ausgedehnte Corpora –, oder aber sie untersucht in experimentellen Settings, wie Kinder bestimmte Wörter oder Strukturen verstehen oder auch nicht verstehen. Das hat auch, wenn denn gut gemacht, einen hohen Aufschlusswert. Aber die eigentliche Verarbeitung des Inputs im doppelten Sinne – Schallwellen und Parallelinformation – wird selten in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Dies führt zu eigentümlichen Verzerrungen. So betrachtet man in der Spracherwerbsforschung vor allem deklarative Hauptsätze. Ein nicht unwesentlicher Teil dessen, was Kinder hören, besteht aber aus Imperativen („Tu das!“, „Tu das nicht!“). In solchen Imperativen gibt es normalerweise kein Subjekt. Ein intelligentes Kind muss daher zu dem Schluss kommen, dass das Deutsche in einem nicht unwesentlichen Teil seiner grammatischen Strukturen eine „pro drop-Sprache” ist, d.h. eine Sprache, in dem man das Subjekt weglassen kann. Kein Linguist käme auf diese Idee; sie entspricht aber den tatsächlichen Verhältnissen, und dies schlägt sich in dem Input, den das Kind verarbeiten muss, nieder. Dieses Heft befasst sich mit einer Spracherwerbssituation, in der – anders als beispielsweise bei einem Gespräch am Frühstückstisch – der Input in seiner doppelten Form gut zu überschauen ist, ohne dass die Situation, wie etwa bei einem kontrollierten Experiment, unnatürlich und der normalen Lernumgebung ferne wäre: mit dem Anschauen, Vorlesen und Lesen von Kinderbüchern. Man kann sich eine solche Situation als eine natürliche Ausweitung dessen vorstellen, was Augustinus beschreibt: Die Kinder hören, was die Erwachsenen sagen, und ihre Aufmerksamkeit wird auf bestimmte Dinge gerichtet, während sie hören und schauen – nur geht es hier nicht um einzelne Wörter, sondern um komplexe Ausdrücke und um komplexe, aber dennoch überschaubare begleitende Informationen. Nun haben Kinderbücher in der Spracherwerbsforschung durchaus eine Rolle gespielt. Dabei dienen sie – sei es als reine Folge von Bildern, sei es mit Text oder gar nur als Text – aber meistens nur als eine Art Vorlage für die Sprachproduktion der Kinder: Sie sollen aus der Vorlage eine Geschichte ableiten und in ihren eigenen Worten erzählen. Das bekannteste, aber keineswegs das einzige Beispiel sind die von Michael Bamberg, Ruth Berman und Dan Slobin in den 1980er Jahren initiierten „frog stories” – Nacherzählungen einer einfachen Bildgeschichte, die inzwischen in zahlreichen Sprachen vorliegen und viele Aufschlüsse über die unterschiedlichsten Aspekte der sich entwickelnden Sprachbeherrschung, von der Flexionsmorphologie bis zur Textstruktur, gebracht haben. Das ist gut und sinnvoll; aber im Grunde müsste man einen Schritt weiter gehen, nämlich gleichsam wir durch ein Mikroskop zu schauen, wie sich die Kinder ihre Regularitäten aus der Interaktion ableiten. Dies würde unsere Vorstellungen über den Verlauf des Spracherwerbs und die Gesetzlichkeiten, nach denen er erfolgt, wesentlich bereichern, vielleicht auf eine ganz neue Basis stellen. Die Beiträge dieses Heftes geben dafür eine Reihe von Beispielen, von denen nur ein kleines, aber besonders schlagendes erwähnt werden soll. Es gibt zahlreiche, auf Bildgeschichten beruhende Analysen, in denen untersucht wird, wie Kinder eine bestimmte Person oder eine Sache im fortlaufenden Diskurs benennen – ob sie etwa definite und indefinite Nominalausdrücke (ein Junge – der Junge), lexikalische oder pronominale Nominalphrasen (der Junge – er) oder gar leere Elemente (der Junge wacht auf und 0 schaut nach seinem Hund) richtig verwenden können. Das Bild, das die Forschung in diesem wesentlichen Teil der Sprachbeherrschung heute bietet, ist alles andere als einheitlich. So umfassen die Ansichten darüber, wann die Definit-Indefinit-Unterscheidung gemeistert wird, den größten Teil der Kindheit, je nachdem, welche Untersuchungen man zu Rate zieht. In dem Aufsatz von Katrin Dammann-Thedens wird deutlich, dass Kindern in einem bestimmen Alter oft überhaupt nicht klar ist, dass eine bestimmte Person, eine bestimmte Sache auf fortlaufenden Bildern dieselbe ist – auch wenn sie ähnlich aussieht –, und das ist bei Licht besehen ja auch keine triviale Frage. Diese Beobachtungen werfen ein ganz neues Licht auf die Idee der referentiellen Kontinuität im Diskurs und ihren Ausdruck durch nominale Ausdrücke wie die eben genannten. Vielleicht haben wir ganz falsche Vorstellungen darüber, wie Kinder die begleitende Information – hier durch die Bilder einer Geschichte geliefert – verstehen und damit für den Spracherwerb verarbeiten. Derlei Beobachtungen sind zunächst einmal etwas Punktuelles, keine Antworten, sondern Hinweise auf Dinge, die man bedenken muss. Aber ihre Analyse, und allgemeiner, ein genauerer Blick auf das, was sich tatsächlich abspielt, wenn Kinder sich Kinderbücher anschauen, mag uns vielleicht zu einem wesentlich tieferen Verständnis dessen führen, was beim Erwerb einer Sprache tatsächlich geschieht.
  • Klein, W., & Meibauer, J. (Eds.). (2011). Spracherwerb und Kinderliteratur [Special Issue]. Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik, 162.
  • Klein, W., & Winkler, S. (Eds.). (2010). Ambiguität [Special Issue]. Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik, 40(158).
  • Klein, W. (2010). On times and arguments. Linguistics, 48, 1221-1253. doi:10.1515/LING.2010.040.

    Abstract

    Verbs are traditionally assumed to have an “argument structure”, which imposes various constraints on form and meaning of the noun phrases that go with the verb, and an “event structure”, which defines certain temporal characteristics of the “event” to which the verb relates. In this paper, I argue that these two structures should be brought together. The verb assigns descriptive properties to one or more arguments at one or more temporal intervals, hence verbs have an “argument-time structure”. This argument-time structure as well as the descriptive properties connected to it can be modified by various morphological and syntactic operations. This approach allows a relatively simple analysis of familiar but not well-defined temporal notions such as tense, aspect and Aktionsart. This will be illustrated for English. It will be shown that a few simple morphosyntactic operations on the argument-time structure might account for form and meaning of the perfect, the progressive, the passive and related constructions.
  • Klein, W., & Geyken, A. (2010). Das Digitale Wörterbuch der Deutschen Sprache (DWDS). In U. Heid, S. Schierholz, W. Schweickard, H. E. Wiegand, R. H. Gouws, & W. Wolski (Eds.), Lexicographica: International annual for lexicography (pp. 79-96). Berlin, New York: De Gruyter.

    Abstract

    No area in the study of human languages has a longer history and a higher practical signifi cance than lexicography. The advent of the computer has dramaticually changed this discipline in ways which go far beyond the digitisation of materials in combination with effi cient search tools, or the transfer of an existing dictionary onto the computer. They allow the stepwise elaboration of what is called here Digital Lexical Systems, i.e., computerized systems in which the underlying data - in form of an extendable corpus - and description of lexical properties on various levels can be effi ciently combined. This paper discusses the range of these possibilities and describes the present form of the German „Digital Lexical System of the Academy“, a project of the Berlin-Brandenburg Academy of Sciences (www.dwds.de).
  • Klein, W. (2010). Der mühselige Weg zur Erforschung des Schönen. In S. Walther, G. Staupe, & T. Macho (Eds.), Was ist schön? Begleitbuch zur Ausstellung (pp. 124-131). Göttingen: Wallstein.
  • Klein, W., & Winkler, S. (2010). Einleitung. Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik, 158, 5-7.
  • Klein, W. (2010). Typen und Konzepte des Spracherwerbs. In H. Ludger (Ed.), Sprachwissenschaft, ein Reader (pp. 902-924). Berlin: De Gruyter Studium.
  • Klein, W. (2010). Über die zwänglerische Befolgung sprachlicher Normen. In P. Eisenberg (Ed.), Der Jugend zuliebe: Literarische Texte, für die Schule verändert (pp. 77-87). Göttingen: Wallstein.
  • Dimroth, C., & Klein, W. (2009). Einleitung. Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik, 153, 5-9.
  • Klein, W. (2009). How time is encoded. In W. Klein, & P. Li (Eds.), The expression of time (pp. 39-82). Berlin: Mouton de Gruyter.
  • Klein, W., & Li, P. (2009). Introduction. In W. Klein, & P. Li (Eds.), The expression of time (pp. 1-4). Berlin: Mouton de Gruyter.
  • Klein, W. (2009). Finiteness, universal grammar, and the language faculty. In J. Guo, E. Lieven, N. Budwig, S. Ervin-Tripp, K. Nakamura, & S. Ozcaliskan (Eds.), Crosslinguistic approaches to the psychology of language: Research in the tradition of Dan Isaac Slobin (pp. 333-344). New York: Psychology Press.
  • Klein, W. (2009). Concepts of time. In W. Klein, & P. Li (Eds.), The expression of time (pp. 5-38). Berlin: Mouton de Gruyter.
  • Klein, W., & Musan, R. (2009). Werden. In W. Eins, & F. Schmoë (Eds.), Wie wir sprechen und schreiben: Festschrift für Helmut Glück zum 60. Geburtstag (pp. 45-61). Wiesbaden: Harrassowitz Verlag.
  • Klein, W., & Dimroth, C. (Eds.). (2009). Worauf kann sich der Sprachunterricht stützen? [Special Issue]. Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik, 153.
  • Klein, W., & Dimroth, C. (2009). Untutored second language acquisition. In W. C. Ritchie, & T. K. Bhatia (Eds.), The new handbook of second language acquisition (2nd rev. ed., pp. 503-522). Bingley: Emerald.
  • Klein, W., & Li, P. (Eds.). (2009). The expression of time. Berlin: Mouton de Gruyter.
  • Von Stutterheim, C., Carroll, M., & Klein, W. (2009). New perspectives in analyzing aspectual distinctions across languages. In W. Klein, & P. Li (Eds.), The expression of time (pp. 195-216). Berlin: Mouton de Gruyter.
  • Ahrenholz, B., Bredel, U., Klein, W., Rost-Roth, M., & Skiba, R. (Eds.). (2008). Empirische Forschung und Theoriebildung: Beiträge aus Soziolinguistik, Gesprochene-Sprache- und Zweitspracherwerbsforschung: Festschrift für Norbert Dittmar. Frankfurt am Main: Lang.
  • Becker, A., & Klein, W. (2008). Recht verstehen: Wie Laien, Juristen und Versicherungsagenten die "Riester-Rente" interpretieren. Berlin: Akademie Verlag.
  • Klein, W. (2008). Mündliche Textproduktion: Informationsorganisation in Texten. In N. Janich (Ed.), Textlinguistik: 15 Einführungen (pp. 217-235). Tübingen: Narr Verlag.
  • Klein, W., & Schnell, R. (Eds.). (2008). Literaturwissenschaft und Linguistik [Special Issue]. Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik, (150).
  • Klein, W. (2008). De gustibus est disputandum! Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik, 152, 7-24.

    Abstract

    There are two core phenomena which any empirical investigation of beauty must account for: the existence of aesthetical experience, and the enormous variability of this experience across times, cultures, people. Hence, it would seem a hopeless enterprise to determine ‘the very nature’ of beauty, and in fact, none of the many attempts from the Antiquity to present days found general acceptance. But what we should be able to investigate and understand is how properties of people, for example their varying cultural experiences, are correlated with the properties of objects which we evaluate. Beauty is neither only in the eye of the observer nor only in the objects which it sees - it is in the way in which specific observers see specific objects.
  • Klein, W. (Ed.). (2008). Ist Schönheit messbar? [Special Issue]. Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik, 152.
  • Klein, W. (2008). Die Werke der Sprache: Für ein neues Verhältnis zwischen Literaturwissenschaft und Linguistik. Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik, 150, 8-32.

    Abstract

    All disciplines depend on language; but two of them also have language as an object – literary studies and linguistics. Their objectives are not the same – but they are sufficiently similar to invite close cooperation. This is not what we find; in fact, the development of research over the last decades has led to a relationship which is, in the typical case, characterised by friendly, and sometimes less friendly, ignorance and indifference. This article discusses some of the reasons for this development, and it suggests some conditions under which both sides would benefit from more cooperation.
  • Klein, W. (2008). Einleitung. Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik, (152), 5-6.
  • Klein, W., & Schnell, R. (2008). Einleitung. Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik, 150, 5-7.
  • Klein, W. (2008). The topic situation. In B. Ahrenholz, U. Bredel, W. Klein, M. Rost-Roth, & R. Skiba (Eds.), Empirische Forschung und Theoriebildung: Beiträge aus Soziolinguistik, Gesprochene-Sprache- und Zweitspracherwerbsforschung: Festschrift für Norbert Dittmar (pp. 287-305). Frankfurt am Main: Lang.
  • Klein, W. (2008). Time in language, language in time. In P. Indefrey, & M. Gullberg (Eds.), Time to speak: Cognitive and neural prerequisites for time in language (pp. 1-12). Oxford: Blackwell.
  • Klein, W. (2008). Time in language, language in time. Language Learning, 58(suppl. 1), 1-12. doi:10.1111/j.1467-9922.2008.00457.x.
  • Klein, W. (2008). Sprache innerhalb und ausserhalb der Schule. In Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung (Ed.), Jahrbuch 2007 (pp. 140-150). Darmstadt: Wallstein Verlag.
  • Dimroth, C., & Klein, W. (2007). Den Erwachsenen überlegen: Kinder entwickeln beim Sprachenlernen besondere Techniken und sind erfolgreicher als ältere Menschen. Tagesspiegel, 19737, B6-B6.

    Abstract

    The younger - the better? This paper discusses second language learning at different ages and takes a critical look at generalizations of the kind ‘The younger – the better’. It is argued that these generalizations do not apply across the board. Age related differences like the amount of linguistic knowledge, prior experience as a language user, or more or less advanced communicative needs affect different components of the language system to different degrees, and can even be an advantage for the early development of simple communicative systems.
  • Klein, W. (2007). Mechanismen des Erst- und Zweitspracherwerbs = Mechanisms of First and Second Language Acquisition. Sprache Stimme Gehör, 31, 138-143. doi:10.1055/s-2007-985818.

    Abstract

    Language acquisition is the transition between the language faculty, with which we are born as a part of our genetic endowment, to the mastery of one or more linguistic systems. There is a plethora of findings about this process; but these findings still do not form a coherent picture of the principles which underlie this process. There are at least six reasons for this situation. First, there is an enormous variability in the conditions under which this process occurs. Second, the learning capacity does not remain constant over time. Third, the process extends over many years and is therefore hard to study. Fourth, especially the investigation of the meaning side is problem-loaded. Fifth, many skills and types of knowledge must be learned in a more or less synchronised way. And sixth, our understanding of the functioning of linguistic systems is still very limited. Nevertheless, there are a few overarching results, three of which are discussed here: (1) There are salient differences between child and adult learners: While children normally end up with perfect mastery of the language to be learned, this is hardly ever the case for adults. On the hand, it could be shown for each linguistic property examined so far, that adults are in principle able to learn it up to perfection. So, adults can learn everything perfectly well, they just don’t. (2) Within childhood, age of onset plays no essential role for ultimate attainment. (3) Children care much more for formal correctness than adults - they are just better in mimicking existing systems. It is argued that age does not affect the „construction capacity”- the capacity to build up linguistic systems - but the „copying faculty”, i.e., the faculty to imitate an existing system.
  • Klein, W., & Von Stutterheim, C. (2007). Einführung. Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik; Metzler, Stuttgart, (145), 5-8.
  • Klein, W. (2007). Zwei Leitgedanken zu "Sprache und Erkenntnis". Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik, 145, 9-43.

    Abstract

    In a way, the entire history of linguistic thought from the Antiquity to present days is a series of variations on two key themes: 1. In a certain sense, language and cognition are the same, and 2. In a certain sense, all languages are the same. What varies is the way in which “in a certain sense” is spelled out. Interpretations oscillate between radical positions such as the idea that thinking without speaking is impossible to the idea that it is just language which vexes our cognition and hence makes it rather impossible, and similarly between the idea that all differences between natural languages are nothing but irrelevant variations in the “vox”, the “external form” to the idea that it our thought is massively shaped by the particular structural features of the language we happen to speak. It is remarkable how little agreement has been reached on these issues after more than 2500 years of discussion. This, it is argued, has mainly two reasons: (a) The entire argument is largely confined to a few lexical and morphological properties of human languages, and (b) the discussion is rarely based on empirical research on “language at work” - how do we manage to solve those many little tasks for which human languages are designed in the first place.
  • Klein, W., & Von Stutterheim, C. (Eds.). (2007). Sprachliche Perspektivierung [Special Issue]. Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik, 145.
  • Klein, W., & Von Stutterheim, C. (2006). How to solve a complex verbal task: Text structure, referential movement and the quaestio. Aquisição de Linguas Estrangeiras, 30/31, 29-67.
  • Klein, W. (2006). On finiteness. In V. Van Geenhoven (Ed.), Semantics in acquisition (pp. 245-272). Dordrecht: Springer.

    Abstract

    The distinction between finite and non-finite verb forms is well-established but not particularly well-defined. It cannot just be a matter of verb morphology, because it is also made when there is hardly any morphological difference: by far most English verb forms can be finite as well as non-finite. More importantly, many structural phenomena are clearly associated with the presence or absence of finiteness, a fact which is clearly reflected in the early stages of first and second language acquisition. In syntax, these include basic word order rules, gapping, the licensing of a grammatical subject and the licensing of expletives. In semantics, the specific interpretation of indefinite noun phrases is crucially linked to the presence of a finite element. These phenomena are surveyed, and it is argued that finiteness (a) links the descriptive content of the sentence (the 'sentence basis') to its topic component (in particular, to its topic time), and (b) it confines the illocutionary force to that topic component. In a declarative main clause, for example, the assertion is confined to a particular time, the topic time. It is shown that most of the syntactic and semantic effects connected to finiteness naturally follow from this assumption.
  • Wittenburg, P., Broeder, D., Klein, W., Levinson, S. C., & Romary, L. (2006). Foundations of modern language resource archives. In Proceedings of the 5th International Conference on Language Resources and Evaluation (LREC 2006) (pp. 625-628).

    Abstract

    A number of serious reasons will convince an increasing amount of researchers to store their relevant material in centers which we will call "language resource archives". They combine the duty of taking care of long-term preservation as well as the task to give access to their material to different user groups. Access here is meant in the sense that an active interaction with the data will be made possible to support the integration of new data, new versions or commentaries of all sort. Modern Language Resource Archives will have to adhere to a number of basic principles to fulfill all requirements and they will have to be involved in federations to create joint language resource domains making it even more simple for the researchers to access the data. This paper makes an attempt to formulate the essential pillars language resource archives have to adhere to.
  • Cutler, A., Klein, W., & Levinson, S. C. (2005). The cornerstones of twenty-first century psycholinguistics. In A. Cutler (Ed.), Twenty-first century psycholinguistics: Four cornerstones (pp. 1-20). Mahwah, NJ: Erlbaum.
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  • Klein, W. (Ed.). (2005). Nicht nur Literatur [Special Issue]. Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik, 137.
  • Klein, W. (2005). Der alte und der neue Grimm. In Grimm-Sozietät (Ed.), Die Brüder Grimm in Berlin (pp. 167-176). Stuttgart: Hirzel.
  • Klein, W. (2005). Wie ist eine exakte Wissenschaft von der Literatur möglich? Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik, 137, 80-100.
  • Klein, W., & Dimroth, C. (Eds.). (2005). Spracherwerb [Special Issue]. Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik, 140.
  • Klein, W. (2005). Über den Nutzen naturwissenschaftlicher Denkmodelle für die Geisteswissenschaften. Debatte, 2, 45-50.
  • Klein, W. (2005). Vom Sprachvermögen zum Sprachlichen System. Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik, 140, 8-39.
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  • Klein, W., & Franceschini, R. (Eds.). (2003). Einfache Sprache [Special Issue]. Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik, 131.
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  • Klein, W., & Von Stutterheim, C. (2002). Quaestio and L-perspectivation. In C. F. Graumann, & W. Kallmeyer (Eds.), Perspective and perspectivation in discourse (pp. 59-88). Amsterdam: Benjamins.
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  • Klein, W. (Ed.). (2002). Sprache des Rechts II [Special Issue]. Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik, 128.
  • Klein, W. (2002). The argument-time structure of recipient constructions in German. In W. Abraham, & J.-W. Zwart (Eds.), Issues in formal german(ic) typology (pp. 141-178). Amsterdam: Benjamins.

    Abstract

    It is generally assumed that verbs have an ‘argument structure’, which imposes various constraints on the noun phrases that can or must go with the verb, and an ‘event structure’, which characterises the particular temporal characteristics of the ‘event’ which the verb relates to: this event may be a state, a process, an activity, an ‘event in the narrow sense’, and others. In this paper, it is argued that that argument structure and event structure should be brought together. The lexical content of a verb assigns descriptive properties to one or more arguments at one or more times, hence verbs have an ‘argument time-structure’ (AT-structure). Numerous morphological and syntactical operations, such as participle formation or complex verb constructions, modify this AT-structure. This is illustrated with German recipient constructions such as ein Buch geschenkt bekommen or das Fenster geöffnet kriegen.
  • Klein, W. (2001). Lexicology and lexicography. In N. Smelser, & P. Baltes (Eds.), International encyclopedia of the social & behavioral sciences: Vol. 13 (pp. 8764-8768). Amsterdam: Elsevier Science.
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    Abstract

    Chinese has a number of particles such as le, guo, zai and zhe that add a particular aspectual value to the verb to which they are attached. There have been many characterisations of this value in the literature. In this paper, we review several existing influential accounts of these particles, including those in Li and Thompson (1981), Smith (1991), and Mangione and Li (1993). We argue that all these characterisations are intuitively plausible, but none of them is precise.We propose that these particles serve to mark which part of the sentence''s descriptive content is asserted, and that their aspectual value is a consequence of this function. We provide a simple and precise definition of the meanings of le, guo, zai and zhe in terms of the relationship between topic time and time of situation, and show the consequences of their interaction with different verb expressions within thisnew framework of interpretation.

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